Lavendel

Lavendel zählt zweifelsohne zu einem der bekanntesten Kräuter. Die wohlriechende Pflanze mit ihren violetten Blüten ziert viele Balkone, Gärten und Fensterbänke. Doch der Lavendel kann weitaus mehr als nur hübsch aussehen. Als Heilkraut lindert er viele Beschwerden wie Schlaflosigkeit, Nervenschwäche oder Migräne. Auch in der Küche lassen sich Blätter und Blüten für viele Gerichte verwenden.

Der echte Lavendel (Lavandula angustifolia, mitunter auch Lavandula officinalis) ist ein Vertreter der Lippenblütler (Lamiaceae). Er gehört ferner zur botanischen Unterfamilie Nepetoidaea, der viele andere bekannte Kräuter wie RosmarinSalbeiBohnenkraut oderPfefferminze angehören.

Die Gattung der Lavendelpflanzen (Lavandula) umfasst mehr als 30 verschiedene Lavendelarten. Neben dem echten Lavendel sind der Schopf-Lavendel (Lavandula stoechas), der breitblättrige Lavendel (Lavandula latifolia) sowie der französische Lavendel (Lavandula dentata) bekannte Vertreter dieser Gattung.

Verwendung

Der Lavendel sieht nicht nur gut aus, er ist auch ein ausgesprochen vielseitiges Nutzkraut. Als Duftstoff findet er in zahlreichen kosmetischen Produkten Anwendung. Als Küchenkraut verleiht Lavendel vielen mediterranen Gerichten eine pikante Note und als Heilkraut kann er mitunter kleinere Wunder bewirken.

Lavendel in der Küche:

Lavendel gilt als ausgezeichnetes Küchenkraut, welches für viele Rezepte genutzt werden kann. Verwendung finden dabei sowohl die Blüten, die Blätter als auch ganze Zweige. Es sollte immer darauf geachtet werden, den echten Lavendel (Lavandula angustifolia) zu verwenden und nicht etwa den Schopflavendel. Der echte Lavendel hat einen unverwechselbaren würzigen und kampferartigen Geschmack, der bisweilen blumig und leicht bitter ist.

Frische Lavendelzweige aromatisieren beispielsweise Fleischgerichte aller Art. Einen hervorragenden Geschmack entwickeln Hühnchen-, Lamm- und Fischgerichte, wenn Lavendel mit Thymian oder Rosmarin kombiniert wird.

Gerebelte oder gehackte Lavendelblätter sorgen in vielen Käsesorten wie Ziegenkäse, Weichkäse, Gorgonzola oder Raclette-Käse mit Lavendel für einen raffinierten Geschmack. Auch für deftige Cremesuppen eignet sich das Aroma von Lavendel. Prinzipiell sollte mit der Dosierung immer sehr sparsam umgegangen werden, da die Blätter meist sehr aromatisch sind und einen intensiven Geschmack erzeugen.

Lavendelblüten werden häufig auch für Süßspeisen verwendet. Beispielsweise können Obstsalate, die Beerenfrüchte erhalten, ein ganz ausgezeichnetes Aroma entfalten, wenn einige wenige Lavendelblüten beigemischt werden. Lavendel eignet sich auch ganz hervorragend für Kuchen (z.B. Guglhupf ), Trüffel sowie für Eis.

Als Besonderheit gilt Lavendelhonig, der lieblich schmeckt und ein feines Blütenaroma besitzt. Bei qualitativ hochwertigen Honigsorten kommt der Lavendelgeschmack fein zur Geltung. Lavendelhonig gilt aufgrund seiner vielen Mineralstoffe zudem als sehr gesund.

Gerebelte Lavendelblätter sind gelegentlich in Kräutermischungen wie Kräuter der Provence enthalten. Allerdings ist das Kraut keine Zutat in der originalen französischen Kräutermischung. In vielen Quellen wird zwar Lavendel als Zutat aufgeführt, dies scheint jedoch eher eine deutsche Eigenart zu sein, die Kräuter der Provence mit Lavendel zu vermischen.

Lavendel als Heilkraut:

Der echte Lavendel blickt als Heilkraut auf eine lange und eindrucksvolle Geschichte. Den Römern, Ägyptern und Griechen galt der Lavendel als nahezu heiliges Kraut. Im römischen Militär wurde die Pflanze u.a. als Wundheilungsmittel und Stimulans verwendet. Sowohl Griechen als auch Römer verwendeten Lavendel als Zutat für ihr Badewasser. Der römische Arzt Dioskurides hat in seinem Buch Materia Medica (1. Jahrhundert n. Chr.) bereits ausführlich über den Lavendel und seine Anwendungsmöglichkeiten berichtet.

Das Kraut sowie dessen Heilwirkung wurde auch in den europäischen Ländern bekannt, so dass er in vielen Klostergärten kultiviert wurde und auch bei vielen Erkrankungen und Beschwerden zur Anwendung kam. Hildegard von Bingen beschrieb den Lavendel als warmes und trockenes Kraut, welches von ihr u.a. bei Lungen- und Leberkrankheiten sowie bei psychologischen Befindlichkeiten verabreichtet wurde. Paracelsus kannte bereits seine beruhigende Wirkung und setzte das Kraut als Sedativum sowie zur Behandlung bei Herz- und Verdauungsbeschwerden ein.

Das Heilkraut findet in nahezu allen mittelalterlichen Kräuterbüchern Erwähnung. Im Kräuterbuch von Pietro Andrea Matthioli (spätes 16. Jahrhundert) wurden zahlreiche innerliche wie äußerliche Anwendungen beschrieben. So wurde Lavendel u.a. dafür eingesetzt, um Lähmungen, Krämpfe, Magenbeschwerden sowie Leber- und Milzkrankheiten zu behandeln. Dort wurde empfohlen, den Lavendel in Wein oder Wasser zu sieden (Tee) und zu trinken oder als Schnaps (gebranntes Wasser) auf die Pulsadern zu streichen.

Außerdem wurde der Lavendel bei verschiedenen Zahnkrankheiten, bei Sprachproblemen sowie bei Gliederschmerzen empfohlen. Ebenso wurde er bei Schwangeren, die Beschwerden durch Wehen haben, verabreicht. Bei letzterem wurden pure Lavendelzweige auf dem Bauch gelegt.

Heute findet der Lavendel vor allem bei nervösen Unruhezuständen, leichten Depressionen, Schlaflosigkeit sowie als leichtes Beruhigungsmittel Anwendung. Die einschlaffördernde, sedative und muskelentspannende Wirkung des Lavendels wurde in vielen wissenschaftlichen Untersuchungen bestätigt. Verantwortlich für die beruhigende, sedative Wirkungen sind bestimmte ätherische Öle im Lavendel, v.a. der Stoff Linalool.

Neben der beruhigenden Wirkung wirken die Inhaltsstoffe des Lavendels zudem antibakteriell (u.a. Shigella, Staphylococcus aureus, Escherichia coli), antifungizid, galletreibend sowie krampflösend. Für die antibakteriellen und antifungiziden Eigenschaften sind vor allem die ätherischen Öle verantwortlich. Je nach Sorte und Anbaugebiet können mehr als 40 ätherische Öle vorkommen. Die galletreibenden Eigenschaften werden vor allem durch die enthaltenden Gerbstoffe bewirkt.

Angewendet wird Lavendel in der Naturheilkunde heute wie damals als Tee oder als Badezusatz. Weitere Darreichungsformen sind die Aromatherapie mit ätherischen Ölen oder die Verwendung von Lavendelkissen.

Zubereitung von Lavendel-Tee

Für die Zubereitung von 250 ml Lavendeltee werden ein gestrichener Esslöffel Lavendelblätter oder –blüten mit 250 ml kochend heißem Wasser übergossen. Der Tee sollte wenigstens 7 Minuten, aber nicht länger als 10 Minuten ziehen. Der Tee sollte nach Möglichkeit nicht gesüßt werden.

Lavendeltee kann bei nervösen Unruhezuständen, bei Schlaflosigkeit sowie bei kleineren Magen- und Darmbeschwerden wie Völlegefühl oder Durchfall getrunken werden.

Für die Zubereitung eines Kräuterbads mit Lavendel sollten etwa 40 bis 50 Gramm Lavendelblüten mit einem Liter kochendem Wasser in einem Behälter übergossen werden und etwa 15 Minuten ziehen gelassen werden. Der Behälter kann dann in die vor gefüllte Wanne gegossen werden. Auch wenn das Lavendelbad durchaus entspannungsfördernd und beruhigend ist, sollte das Bad nach spätestens 25 Minuten beendet werden.

Einige Inhaltsstoffe des Lavendels könnten auch bei der Behandlung des so genannten Hodgin Lymphoms helfen. Unter Laborbedingungen konnten Lymphomzellen in ihrem Wachstum (Proliferation) gehemmt werden.

Ein weiterer medizinischer Forschungsansatz ist die Anwendung von Lavendelextrakten bei der Alzheimer-Erkrankung. Beispielsweise könnten Lerndefizite bei Alzheimer-Patienten vermindert werden, oder das Enzym Acetylcholinesterase, welches bei der Entstehung und Fortschreiten der Krankheit eine Rolle spielt, nachhaltig gehemmt werden.

Hinweis: Eine Überdosierung von Lavendeltee über einen längeren Zeitraum sollte vermieden werden. Lavendelöl sollte niemals pur eingenommen werden, denn es kann im Magen zu Reizungserscheinungen führen.

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Liebstöckel / Maggikraut

Liebstöckel, auch Maggikraut, Lavas oder Lusstock, in der Steiermark vor allem Nussstock, ist eine Pflanzenart der Gattung Levisticum aus der Familie der Doldenblütler.

  • Einschleuserpflanze für Eisen
  • Tee und Tinktur aus Blättern und Wurzeln bauen erhöhten Eiweißgehalt im Blut ab (zu dickes Blut durch Überernährung mit tierischen Lebensmitteln)
  • bei Aufstoßen, Sodbrennen, Völlegefühl eine Handvoll Blätter oder Wurzeln in 1 Fl. Weißwein, 10 Tage ziehen lassen, 1 Likörgläschen nach jeder Mahlzeit trinken
  • bei Rheuma- und Gichtschmerzen pulverisierte Wurzel messenspitzenweise oder als Tee einnehmen
  • Teekuren nicht im Sommer wegen photosensibilisierender Wirkung
  • Teekuren bei Herz- und Nierenschäden nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt
  • generell nicht in der Schwangerschaft

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Blutzuckerspiegel senken


Grüntee
Grüner Tee wird ohne Fermentierung aus den trockenen Pflanzen des Strauchs Camellia Sinensis gewonnen. Japanische und taiwanische Forscher haben in verschiedenen Studien herausgefunden, dass grüner Tee den Glukosestoffwechsel verbessern kann.

Es wurde festgestellt, dass Grüntee den Glukosestoffwechsel bei Menschen anregt. In einem Versuch mit diabeteskranken Ratten zeigte sich, dass damit auch der Blutzuckerspiegel gesenkt werden kann. In einem Bericht über die Ergebnisse, der im Jahr 2004 vom Verlag BMC Pharmacology and Toxicology herausgegeben wurden, wurde auch aufgeführt, dass Grüntee gegen Diabetes wirkt. Es wurde noch eine Zusatzstudie ausgeführt, um dies zu bestätigen.

Schwarztee 
Schwarztee ist eng mit Grüntee verwandt, er wird ebenso aus den getrockneten Blättern der Pflanze Camellia Sinensis hergestellt. Hier werden die Blätter aber fermentiert. In der Zeitschrift für Etnopharmazie wurden im März 1995 Forschungsergebnisse einer Studie des Instituts für Biologie und Chemie von Kalkutta veröffentlicht, in denen bestätigt wurde, dass Schwarztee bei Tieren den Blutzuckerspiegel senkt.

Mit der Anwendung von Streptozotocin haben Wissenschaftler in einem Laborversuch bei mehreren Mäusen Diabetes verursacht. Danach wurde ihnen ein Extrakt aus heißem Wasser und Schwarztee eingeflößt. So konnte der Blutzuckerspiegel bei den Tieren stark gesenkt werden. Auch die vorbeugende und heilende Wirkung des Tees bei Tieren mit Diabetes konnte bewiesen werden.

Heidelbeer- und Salbeitee 
Dieser Kräutertee aus getrockneten Heidelbeerblättern und Salbei wird ebenfalls zur Senkung des Blutzuckerspiegels verwendet. Laut einem Artikel von battlediabetes.com hat vor allem das in den Heidelbeeren enthaltene Glukokinin eine blutzuckersenkende Wirkung. Heidelbeeren helfen zudem bei diabetischer Neuropathie, die negative Auswirkungen auf das Sehvermögen der Betroffenen hat. 

Salbei wiederum fördert die Insulinproduktion. Auf der oben genannten Webseite ist nachzulesen, dass diese Heilpflanze bei Patienten mit Diabetes Typ 2 die Glukosewerte regulieren kann. Ein weiterer Vorteil von Salbeitee ist seine positive Wirkung auf unsere Leber. Für Diabetiker und Patienten mit Leberproblemen kann die immunologische Antwort des Körpers mit Hilfe von Salbei gesenkt und so Müdigkeit und Kopfschmerzen vermieden werden.

Von Aloe bis Zimt – eine Übersicht
Aloe veraBehauptet wird, das mittel- und südamerikanische Liliengewächs verbessere nicht nur das Hautbild, sondern auch die Wirkung von Insulin. Zudem erhöhe Aloe vera die Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse. Studien, die entsprechende Nachweise geführt hätten, existieren allerdings nicht. Die Inhaltsstoffe können allergische Reaktionen hervorrufen sowie Magen, Darm und Nieren reizen.

Bittermelone: Das auch Balsambirne oder Bittergurke genannte Kürbisgewächs heißt mit botanischem Namen Momordica charantia. Die Bittermelone wird in Indien als Gemüse geschätzt und gleicht unserer warzigen Salatgurke. Ihre gesundheitsfördernde Wirkung ist schon seit Jahrhunderten bekannt. Heute wissen wir zudem, dass die Bittermelone neben Vitaminen und Mineralstoffen die wertvollen Eiweißsubstanzen Charantin und Momordin enthält: Beiden wird eine insulinähnliche Wirkung zugeschrieben, die erhöhte Blutzuckerspiegel günstig beeinflussen kann. Momordica ist außerdem in der Lage, die Aufnahme von Kohlenhydraten im Darm zu verzögern und dadurch den Anstieg des Blutzuckerwertes nach den Mahlzeiten zu verlangsamen.

Brennnessel: Die bei uns als Unkraut verkannte Pflanze soll, als Tee oder Sud getrunken, die Insulinproduktion fördern und den Blutzuckeranstieg nach dem Essen verzögern. Achtung: Die Wirkung von Beruhigungsmitteln und Blut verdünnenden Medikamenten kann verstärkt werden. Nebenwirkungen wie Magenbeschwerden oder Durchfall sind selten.

Bockshornklee: Der Samen der Pflanze wird in Asien als Gewürz verwendet und verleiht Curry seinen unverwechselbaren Geschmack. Der Extrakt ist Motor für die Insulinfabrik Bauchspeicheldrüse, Insulinverstärker und Blutzuckerbremse in einem. Eine zweimonatige Studie mit Typ-2-Diabetikern hat gezeigt, dass die Einnahme den HbA1C-Wert senkt. In Kauf zu nehmen sind mitunter Blähungen, Durchfall, Hautausschläge oder Blutungen, insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme Blut verdünnender Mittel.

Kaktusfeige: Der Verzehr der Früchte und Blattsprossen z. B. des südamerikanischen Nopalkaktus bzw. eines aus ihnen gewonnenen Pulvers soll den Blutzuckerspiegel nach dem Essen langsamer ansteigen lassen und die Insulinwirkung verbessern. Auch auf die Cholesterinwerte haben Kaktusfeigen einen günstigen Einfluss, und sie verdünnen das Blut. Deswegen sollte sie nicht einnehmen, wer bereits mit entsprechenden Medikamenten behandelt wird.

Kletterrebe: Die Blattpflanze aus dem südindischen Urwald hat in der Ayurveda-Medizin einen festen Platz. Sie gilt als Insulinmotor, Insulinverstärker und Blutzuckerbremse nach dem Essen. In einer Studie mit Typ-2-Diabetikern senkten täglich 400 Milligramm Kletterrebenextrakt binnen 18 bis 20 Monaten sowohl den Nüchternblutzucker als auch den Blutzuckerlangzeitwert (HbA1C).

Stevia: So heißt ein in Südamerika beheimateter Strauch, dessen Blätter süßlich schmecken und trotzdem den Blutzucker senken können. Stevia verstärkt Insulinproduktion und Insulinwirkung und drosselt die Zuckerfabrikation in der Leber. Dass dadurch der Blutzuckerspiegel sinkt, hat zuletzt eine dänische Studie mit Typ-2-Diabetikern gezeigt. Auch Personen mit hohem Blutdruck profitieren. Hinsichtlich Nebenwirkungen oder Allergierisiken gibt es bislang keine Bedenken.

Zimt: Die Inhaltsstoffe des aus der Rinde des Zimtbaums gewonnenen Gewürzes verbessern die Insulinwirkung und damit die bei Typ-2-Diabetikern gestörte Zuckerverwertung. Eine Studie aus Pakistan ergab, dass Zimtextrakt den Blutzuckerspiegel binnen 40 Tagen um bis zu 29 Prozent senkt. Dazu reicht eine Menge von täglich einem Gramm.

Daneben gibt es Hinweise, dass auch Grüntee, Knoblauch, Kakao (Bitterschokolade) und Pampelmuse die Insulinwirkung verstärken. Allerdings stützen sich diesbezügliche Belege teils nur auf Tierversuche.

Zimt

Die Wirkung von Zimt
Seit alters her werden Zimt liebesförderliche Eigenschaften nachgesagt. Salomon besprengte sein Lager mit Myrrhe, Aloe und Zimt, um die Liebesnacht zu würzen. Im persischen Raum wurden Salben mit Zimt und Honig genutzt, um die Lust und Manneskraft zu stärken.

Doch auch in der Volksheilkunde hat er einen festen Platz. Ihm wird eine desinfizierende und krampflösende, durchblutungsfördernde, beruhigende und stimmungsaufhellende Wirkung nachgesagt. So wird Zimt traditionell v.a. bei Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Durchfall eingesetzt, aber auch bei Entzündungen, Rheuma und Kreuzschmerzen, Erkältungskrankheiten und Schmerzen.

Im Ayurveda hat Zimt einen hohen Stellenwert – so wird er sowohl in der Ernährung als auch bei bestimmten Störungen (z.B. Wechseljahresbeschwerden) empfohlen. Auch in der traditionellen Chinesischen Medizin wird es als Heilmittel, z.B. bei innerer Kälte, Anspannung und Kreislaufschwäche, verwendet. Daneben wird Zimt auch in der Aromatherapie v.a. wegen seiner stärkenden, erwärmenden sowie Inspiration und Kreativität anregenden Wirkung, eingesetzt.

Zimt hat desinfizierende Eigenschaften

Aufgrund seiner desinfizierenden Eigenschaften wird Zimt als Zusatz von Wischwasser und von Einlegesohlen empfohlen. Eugenol, das in den Zimtblättern eine höhere Konzentration aufweist (und nach Gwürznelken riecht) wird in der Zahnmedizin als schmerzstillendes und antibakterielles Mittel verwendet. Daneben wird ihm – wie Zimtaldehyd – die Fähigkeit zur Insektenbekämpfung zugesprochen.

Eine wissenschaftliche Studie sorgte im Jahr 2004 für Aufregung: Sie zeigte, dass Zimt durch seinen Inhaltsstoff MHCP eine insulinähnliche Wirkung hat und so den Blutzuckerspiegel senken kann. Daneben zeigten sich positive Auswirkungen auf die Blutfettwerte. Wieweit sich dieser Effekt therapeutisch bei Diabetikern nutzen lässt, wird derzeit intensiv erforscht. Die alleinige Einnahme von Zimtextrakten reicht nach derzeitigem Wissenstand zur Therapie jedenfalls nicht aus.

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Steckbrief 

Haupt-Anwendung:

  • Verdauungsschwäche 

Heilwirkung:

  • antibakteriell, adstringierend (anziehen, zusammenziehen), auswurffördernd, harntreibend, krampflösend, 
  • Menstruation abschwächend, schleimlösend, schmerzstillend, schweisstreibend, 
  • Senkt Blutzuckerspiegel, tonisierend, wärmend 

Anwendungsbereiche:

  • Appetitlosigkeit, Blähungen, Bronchitis, Diabetes, Durchblutungsfördernd, Erbrechen,
  • Erkältung, Fieber, Gedächtnisschwäche, Heiserkeit, Herzschwäche, Husten, Konzentrationsschwäche,
  • Magenbeschwerden, Magenkrämpfe, Menstruationskrämpfe, Muskelschmerzen, Nebenhöhlenentzündung, Übelkeit, 
  • Wechseljahrsbeschwerden, Zahnschmerzen, 

Inhaltsstoffe:

  • Zimtaldehyd, Methylhydroxy-Chalcone-Polymer, Ascorbinsäure, Borneol, Kalziumoxalate, Kampfer, Eugenol, Gerbstoff, Cumarine, Limonen, Linalool, Salicylate, Schleim, Sesquiterpene, Zink

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Pfefferminze 

In der Naturheilkunde sowie als Volksmedizin wird die Pflanze heute meist als Pfefferminztee oder in Form von Dragees verwendet. Dort hilft sie u.a. bei folgenden Beschwerden:

  • Magenschmerzen
  • Verdauungsbeschwerden
  • Spannungskopfschmerzen
  • Galle- und Leberbeschwerden
  • leichte Erkältungsbeschwerden
  • Durchfall
  • Übelkeit

Die medizinisch interessanten Wirkstoffe der Pfefferminze sind die ätherischen Öle (vor allemMenthol und Linalool) sowie die enthaltenden Gerb- und Bitterstoffe. Diese bewirken folgende Eigenschaften:

  • entkrampfende (spasmolytisch)
  • antibakteriell
  • antiviral
  • antifungizid
  • gallentreibend
  • beruhigend

Die Inhaltsstoffe wirken direkt auf das Verdauungssystem, den Blutkreislauf, den Atemtrakt sowie auf Immunsystem und Nervensystem [Jeyakamur 2011].

Die antibakteriellen Eigenschaften der Pflanze wurden in den letzten Jahren recht gut untersucht. So konnte festgestellt werden, dass Pfefferminzöl in der Lage ist, u.a. verschiedene Streptokokken-Arten, Escherichia coli sowie Mycobacterium avium (u.a. Tuberkulose und vermutlich Morbus Crohn) zu bekämpfen. Außerdem soll das im ätherischen Öl enthaltende Menthol Viren wie Influenza oder Herpes bekämpfen können [Bupesh et al.].

Weitere Bedeutung hat das ätherische Öl für die geschmackliche Bekömmlichkeit vieler Medikamente, für Zahnpasta und Mundwasser sowie in einigen Hautpflegemitteln und in Shampoos gegen fettige Haare.

Weitere Informationen bzw. die vollständige Seite zu Pfefferminze kannst du auf dieser Seite nachlesen!

Gelber Steinklee / Honigklee

  • Inhaltsstoffe (u. a. Cumarin) erweitern die Blutgefäße, mindern die Gefäßdurchlässigkeit, verdünnen das Blut
  • verbessert die Durchblutung und die Funktion der Venen (Krampfadern, nachts Kribbeln/ Gefühllosigkeit/Schwere in den Beinen, Wadenkrämpfe, Thrombosegefahr, kalte Füße, diabetischer Fuß)
  • Einnahme als Tee oder Tinktur (nicht gleichzeitig mit Blutverdünnern einnehmen!)
  • macht sanftmütig (u. a. Choleriker)

Limonade machen:

  • Blüten sammeln und in Wasser legen, ggf. eine Scheibe Zitrone dazu geben

Pappelknospen

  • Die harzigen Knospen im zeitigen Frühjahr vor dem Austrieb sammeln, angequetscht in Olivenöl einlegen.
  • Mehre Wochen warmstellen, dann abseihen. 
  • Einreibemittel bei Schmerzen am Bewegungsapparat (Muskeln, Knochen, Sehnen, Bänder, Gelenke, Nerven), bei Verbrennungen und juckendem Ausschlag mehrmals täglich dünn auftragen

Giersch

​ist gut gegen ernährungsbedingt hohe Harnsäurewerte und Krankheiten. Es hilft bei:

  • Gicht, Rheuma, chronische Entzündungen der Muskeln und Gelenke,
  • Beschwerden am Bewegungsapparat (Ischias), Krampfadern
  • Blasenleiden, Erkältung, Husten, Frühjahrsmüdigkeit, 
  • Wasseransammlungen im Körper
  • Insektenstiche
  • Hämorrhoiden 
  • Verstopfung 
  • Verbrennungen
  • Zahnschmerzen 
  • Würmer

Giersch wirkt:

  • antibakteriell 
  • antifungizid
  • entsäuernd
  • entzündungshemmend
  • harntreibend 
  • kräftigend

    Kann man als Tee, im Salat, das Kraut gehackt für Quark, Rührei, Kräutersalz und Spinatgemüse genießen.

    Weitere und noch ausführlichere Infos gibt es hier.

    Löwenzahn

    Verwendung:

    • gegen Frühjahrsmüdigkeit
    • blutbildend, blutreinigend, harntreibend, tonisierend
    • gegen Fieber, Gicht, Allergien, Nierensteine, Gelenkerkrankung, Husten, Pickel, Warzen, Rheuma, Gallensteine, Appetitlosigkeit, Bronchitis, Magenschwäche, Kopfschmerzen, Ekzeme, Verstopfung, Hühneraugen
    • bei Gallenschwäche, Wassersucht, Gallensteine, Hautleiden, Leberschwäche, Arteriosklerose
    • Spannkraft im Gewebe wird verbessert
    • Regt Leberfunktion an
    • fördert die Fettverdauung
    • verbessert das Hautbild

    Serviervorschlag:

    • damit die Blätter nicht so bitter sind, in Wasser für halbe Stunde einlegen, junge Blätter sind nicht so bitter
    • essen kann man alles auch die Wurzel. Die Wurzel kann man trocknen und dann mahlen und aufgießen
    • schmeckt im Salat, gedünstet, als Tee oder Tinktur

    Ginkgo

    Tee 1-2 TL Kraut mit 1/4L Wasser übergießen und 10min ziehen lassen, 3 Tassen täglich, gibt es auch als Tinktur 3x tägl. 1 TL

    • gegen Schlafstörung, Kältegefühl, Durchblutungsstörungen, Venenschwäche, Hämorrhoiden, Thrombose
    • gegen Artereiosklerose, Arterienverkalkung, Spätfolgen von Diabetes, Herzrhythmusstörungen
    • gegen Demenz in allen Ausprägungen, Depressionen, Hörsturz, Tinitus, Innenohrstörung, häufige Kopfschmerzen, 
    • gegen Vergesslichkeit, schwaches Kurzzeitgedächtnis
    • fördert die Gedächtnisleistung, erhöht die Konzentration und die Merkfähigkeit, verbessert die Mikrozirkulation der Augenbindehaut, 
    • baut als Antioxidant freie Radikale ab (Zellwandschutz, Nervenschutz)